Allergien Symptome und Beschreibung - AERZTE-AUSTRIA.at 


Allergien - Überbegriff

Allergien - Überbegriff

Die Allergie - ein Volksleiden

Rote, juckende und tränende Augen, Niesattacken und eine triefende Nase, das gehört für viele Mitmenschen zum Frühjahr dazu. Sie leiden an Heuschnupfen, reagieren allergisch auf Blüten- oder Gräserpollen. Andere haben das ganze Jahr Probleme, entwickeln Hautausschläge oder Luftnot, wenn sie mit Hausstaub, Schimmelpilzen, Tierhaaren oder anderen Allergenen konfrontiert werden.

Jeder Dritte ein Allergiker

Mit einer Allergie steht man heutzutage keineswegs allein. Schon längst ist sie zu einem Volksleiden geworden. Ihre Häufigkeit hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Mittlerweile reagiert etwa jeder Dritte Bundesbürger allergisch auf mindestens eine Substanz unserer Umwelt. Jeder kennt Verwandte und Bekannte, die selbst Allergiker sind. Dabei ist die Allergie keineswegs eine "Modediagnose", wie kritische Stimmen gelegentlich meinen. Ebenso falsch ist es anzunehmen, Allergien seien früher einfach nicht so gründlich diagnostiziert worden wie heute. Vielmehr hat es sich herausgestellt, dass die Menschen zunehmend empfindlich auf Umweltreize reagieren. Ihr Immunsystem wehrt sich gegen bestimmte Substanzen, die früher problemlos toleriert wurden.

Spürbarer Abwehrfehler - die allergische Reaktion

Normalerweise soll unser Immunsystem uns nur vor eindringenden und schädigenden Fremdstoffen schützen. Dafür stellt es Antikörper her. Diese verteidigen unseren Körper gegen fremde Eindringlinge, auch Antigene genannt, und machen sie unschädlich. Manchmal schießt das Immunsystem jedoch über sein Ziel hinaus. Es beginnt sehr stark auf Substanzen zu reagieren, die eigentlich harmlos sind. Dadurch kommt es zu einer krankmachenden Überempfindlichkeit, der Allergie. Hierbei werden Antikörper gegen beispielsweise Pollen, Hausstaubmilben oder Katzenhaare gebildet. Diese Antikörper lagern sich an histaminhaltige Mastzellen an. Das Immunsystem ist somit überempfindlich gegen den Allergieauslöser geworden (Sensibilisierung). Das Allergen bindet an die auf den Mastzellen sitzenden Antikörper und aktiviert so die Mastzellen. Kommt die Person nun wieder in Kontakt mit dem Allergen, so reagiert der Körper sofort. Der Botenstoff Histamin wird ausgeschüttet und es kommt zu überschießenden Reaktionen wie Niesen, Jucken und/oder Anschwellen der Schleimhäute.

Vielfältig - Allergien und Symptome

So verschieden wie Menschen sind, können auch allergische Symptome bei jedem Betroffenen unterschiedlich ausfallen. Sie können von Niesen über verstopfte oder laufende Nase bis hin zu Jucken und Brennen in den Augen gehen. Das Atmen kann erschwert sein, die Haut kann jucken, Ausschläge können auftreten. Oder der Körper reagiert mit Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. In sehr seltenen Fällen kann es auch zum lebensgefährlichen, allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit des Patienten kommen. Hiervon sind oft Menschen mit einer Allergie gegen Insekten, Lebens- oder Arzneimittel betroffen.


Von Kreuzallergien spricht man, wenn Immunoglobuline-Antikörper, die gegen ein estimmtes Allergen gerichtet sind, auch andere Allergene aus anderen Allergenquellen erkennen können (Birkenallergiker --> Apfelallergie)

Wie kann man Allergien nachweisen:

Hauttest: Allergenextrakte werden mit der Haut in Kontakt gebracht. Nach einer definierten Zeit kann man aufgrund der Hautreaktion erkennen ob eine Allergie besteht (z.B. Pricktest)

Blutuntersuchungen: In Blutproben können Antikörper gemessen werden.

Häufigste Allergene:

Kontaktallergene (meist sind Hände, Gesicht, Unterschenkel oder Nacken betroffen) : Nickel, Parfum, Chrom, Wolle, Milben, Wiesenpflanzen, Latex
Inhalationsallergene (werden über die Atmung aufgenommen): Birkenpollen, Wohnungsstaub, Tierhaare, Gräserpollen, Pilzsporen, Dämpfe
Nahrungsmittelallergene (werden durch den Mund in den Körper aufgenommen): Milcheiweis, Eier, Krebse, Fisch, Erdbeeren, Äpfel, Nüsse, Penicillin
Insektenstich-Allergene: Bienegift, Wespengift, Quallengift
Pseudoallergene (luftübertragene, nichtallergische Reizstoffe): Tabakrauch, Parfüm, Ozon, Putmittel, Insektenspray, Feinstaub, Medikamente, Histaminhältige Nahrungsmittel, Lactose (Milchzucker)

Garantiert keine Allergien werden durch folgende Stoffe ausgelöst:

sauberes Wasser
Fette
Luft im Gebirge über 2000 Meereshöhe (pollenfrei)
nicht jodiertes Speisesalz
gereingite Vitamine (ausgenommen B-Vitamine)

Arzneimittelallergie

In den meisten Fällen kommt es zu Hautveränderungen in Form eines juckenden Ausschlages (Arzneimittelexanthem). Es können jedoch auch alle anderen Symptome einer Allergie auftreten, von Schnupfen über Asthmaanfälle bis hin zu einem lebensbedrohlichen allergischen Schock.

Hausstaubmilbenallergie

Die meisten Hausstaubmilben leben im Schlafbereich oder in textilen Polstermöbeln. Die Allergene fließen in den Hausstaub ein, treffen auf die Schleimhäute der Augen und Atemwege und kommen mit der Haut in Kontakt.

Haustierallergie

Eine Haustierallergie ist eine Überempfindlichkeit gegenüber Hautschuppen, dem Haar, dem Speichel oder dem Urin von Haustieren.

Heuschnupfen

Pollen gelangen während der Gräser-, Baum- oder Kräuterblüte in großer Menge in die Luft und bewirken an den Schleimhäuten der Atemwege, der Nase und an den Augen eine allergische Reaktion. Heuschnupfen gehört zu den häufigsten allergischen Reaktionen – in Österreich leiden darunter mehr als 16 Prozent der Bevölkerung.

Ursache ist eine Allergie auf Pflanzenpollen.

Der Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf Pollen, die unser Immunsystem austricksen. Der Körper hält die Pollen für schädliche Eindringlinge und bekämpft sie mit teils sehr starken Reaktionen. Niesattacken, eine laufende Nase und tränende Augen sind für Allergiker die Folge, wenn sie in Kontakt mit Pollen kommen.

Symptome ohne weiteren Krankheitszeichen wie eine verstopfte Nase, Niesreiz, Augenjucken und Hüsteln sollten ernst genommen und der Arztbesuch nicht auf die lange Bank geschoben werden.

Häufig kommt es auch zur Unverträglichkeit von Obst und Gemüse, die mit den Pollen gemeinsame Allergene aufweisen.

Baumpollen (Birke, Erle, Hasel):
Obst: Apfel, Birne, Pfirsich, Marille, Kiwi, Brom-, Him- und Erdbeeren, Lychee
Nüsse: Haselnuss, Mandel, Walnuss, Erdnuss (auch Schokolade, Kuchen)
Gemüse: Karotten, Tomate, Sellerie
Gewürze: Anis und viele andere Gewürze

Gräser:
Soja, Erdnuss, Kiwi, Erbse, Linsen, Bohnen, rohe Kartoffel

Beifuss:
Sellerie, Karotten, Gewürze, Kamille, Lychee

Beschwerden wie eine verstopfte Nase, Fließschnupfen oder allergische Augenreizungen lassen sich oft sehr gut durch Arzneistoffe, die die Wirkung von Histamin aufheben oder abschwächen oder Cortison lindern.

Medikamente gibt es zur örtlichen Anwendung als Nasenspray und Augentropfen. Es stehen aber auch Cremen oder Sirup zum Einnehmen zur Verfügung. Diese Arzneimittel werden meist kombiniert mit Tabletten, den sogenannten Antiallergika. Sie enthalten antihistaminische Substanzen und wirken gut bei milden bis mittelschweren Allergien. Weiters ist eine Allergie-Impfung, auch „spezifische systemische Immuntherapie“ oder „Hyposensibilisierung“ genannt, möglich.

Insektengiftallergie

Unter einer Insektengiftallergie versteht man allergische Reaktionen auf Insektengifte. Solche kommen vorwiegend nach Stichen von Honigbienen, Wespen, seltener auch Hornissen und Hummeln vor.

Kontaktallergie

Unter Kontaktallergie versteht man Reaktionen nach dem Berühren von speziellen Stoffen wie z.B. Nickel, Latex, Pflegeprodukte, Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Haarfärbemittel, Kolophonium, Terpentin, etc.

Nahrungsmittelallergie

Wenn das Immunsystem auf einen bestimmten Stoff in der Nahrung allergisch reagiert, spricht man von Nahrungsmittelallergie.

Laut der EU-Verbraucherinformationsverordnung Nr. 1169/2011 zur Lebensmittel-Kennzeichnung müssen bei verpackten als auch bei unverpackten Lebensmitteln (z.B. Bäckerei, Restaurant) die 14 wichtigsten Allergene für den Kunden gekennzeichnet sein.

Dazu zählen:


Glutenhaltiges Getreide
Krebstiere und daraus gewonnene Erzeugnisse
Eier und daraus gewonnene Erzeugnisse
Fische und daraus gewonnene Erzeugnisse
Erdnüsse und daraus gewonnene Erzeugnisse
Sojabohnen und daraus gewonnene Erzeugnisse
Milch und daraus gewonnene Erzeugnisse (einschließlich Laktose)
Schalenfrüchte
Sellerie und daraus gewonnene Erzeugnisse
Senf und daraus gewonnene Erzeugnisse
Sesamsamen und daraus gewonnene Erzeugnisse
Schwefeldioxid und Sulphite in Konzentrationen von mehr als 10 mg/kg oder 10 mg/l
Lupinen und daraus gewonnene Erzeugnisse
Weichtiere und daraus gewonnene Erzeugnisse

Schimmelpilzallergie

Eine Schimmelpilzallergie ist eine Überempfindlichkeit auf die Sporen von Schimmelpilzen. Bei Kontakt mit menschlichen Schleimhäuten setzen die Sporen Substanzen frei, die bei dem Allergiker z. B. Fließschnupfen, Husten, Niesanfälle, Nesselfieber oder Asthma auslösen.

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Nahrungsmittelallergie und Nahrungsmittelunverträglichkeit sind nicht dasselbe.

Schätzungsweise jeder Fünfte glaubt, dass er bestimmte Nahrungsmittel nicht verträgt. Tatsächlich leiden allerdings nur zwei bis drei Prozent der erwachsenen Bevölkerung und vier bis sechs Prozent der Kinder an einer Nahrungsmittelallergie. Daneben gibt es viele Menschen mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit - ein aus medizinischer Sicht vollkommen anderes Krankheitsbild.

Während eine Allergie durch eine Abwehrreaktion des Körpers hervorgerufen wird, bei dem das Immunsystem fälschlicherweise auf bestimmte Stoffe im Essen (die Allergene) anspringt, basiert eine Unverträglichkeit auf einem Fehler im Stoffwechsel. Häufig sind wie etwa bei der Fruktose- oder Laktoseunverträglichkeit bestimmte Enzyme defekt oder es mangelt an Transportereiweißen, so dass der Stoff nicht richtig abgebaut werden kann. Das Immunsystem ist an dieser Reaktion nicht beteiligt.

Laktoseintoleranz:

Bei laktosetoleranten Menschen wird der Milchzucker Laktose im Dünndarm durch das körpereigene Enzym Laktase in die kleineren Zucker Galaktose und Glukose gespalten. Stellt der Körper Laktase nicht in ausreichenden Mengen her, spricht man von einer Laktoseintoleranz. Der Milchzucker wandert ungespalten in den Dickdarm. Dort wird er von Darmbakterien vergoren und Gase wie Methan, Kohlendioxid und Wasserstoff entstehen. Diese können mit Hilfe eines Atemtests bestimmt werden.

Fruktoseintoleranz:

Fruchtzucker oder Fruktose ist wie der Traubenzucker, die Glukose, ein Einfachzucker. Er kommt in unterschiedlichen Mengen natürlicherweise in Obst und Gemüse vor. Bei manchen Menschen zeigen sich die unangenehmen Nebenwirkungen direkt nach dem Essen. Ihnen drohen heftige Blähungen, Bauchkrämpfe, wässriger Durchfall und ein Vollegefühl. Auch Konzentrationsstörungen und Niedergeschlagenheit bis hin zu depressiven Verstimmungen können hinzukommen. Die Betroffenen vertragen nur eine bestimmte Menge Fruktose, wird diese Schwelle überschritten, rebelliert ihr Magen. Bei Menschen mit ausgeprägter Fruktoseunverträglichkeit reichen dafür mitunter schon ein bis zwei Äpfel aus.

Weinunverträglichkeit:

Juckreiz, Durchfall, Herzrasen: Wein kann allergische Symptome auslösen, und das passiert häufiger als vermutet. Auf Weinetiketten dürfen daher Angaben wie "enthält Sulfite" nicht fehlen. Die Salze der schwefeligen Säure machen Wein haltbar, indem sie unerwünschte Gärungsprozesse etwa durch eingeschleppte Hefen oder Bakterien verhindern. Doch die Substanzen wirken auch im menschlichen Körper: Allergiker können auf die Salze der schwefeligen Säure mit Symptomen reagieren, die vom leichten Schnupfen bis hin zum Herzrasen reichen können. Dafür genügt ein Glas. Bis zu 160 Milligramm Schwefeldioxid (SO2) pro Liter stecken in den handelsüblichen Flaschen. Aber auch Eiweiße im Wein können Schuld an einer Unverträglichkeit sein.

Aufnahmestörungen

Vitamin- und Minerastoffdefizite können durch eine Aufnahmestörung zu gesundheitlichen Problemen führen.

Nährstoffmangel

Schwermetallbelastung

Auto-Aggressions-Krankheiten

Dies sind Erkrankungen, wo das Immunsystem körpereigenes Material attackiert (auto = selbst, aggression = Angriff). Vom Prinzip her sind diese Erkrankungen der Allergie ähnlich. Bei der Allergie hat das Immunsystem die Verirrung begonnen, irgendwelche äußeren „Feinde“ zu attackieren, bei den Autoaggressions-Krankheiten attackiert es stattdessen innere (nicht vorhandene) Feinde. Der Mechanismus ist derselbe.

Wahrscheinlich sind genetische Erbanlagen vorhanden, die diese Krankheiten begünstigen, aber das heißt noch lange nicht, dass sie auch ausbrechen müssen.

Das ist genau jener Part, den wir ganzheitsmedizinisch angehen können. Bei bereits ausgebrochener Krankheit können wir daher auf diese Weise der Krankheit die Schärfe nehmen, oder sie in günstigem Falle sozusagen unter die Oberfläche bekommen. Damit ist gemeint, dass die Krankheit zwar da ist, aber der Patient keine Beschwerden hat und keine weitere Behandlung braucht. Zu diesen Erkrankungen gehören: „Morbus Bechterew“, „Lupus Erythematodes“, „Sklerodermie“, „Primär Chronische Polyarthritis“, „Multiple Sklerose“, und ähnliche Krankheiten.

Man kann von ganzheitlicher Seite die Gesundheit verbessern: das heißt: man würde alle möglichen Fehler des Patienten ausmerzen, die er in der Lebensführung begeht, man würde vergangene Fehler und deren Folgen beheben, und man würde die generelle Gesundheit sozusagen in „Top-Zustand“ bringen.

In der Regel sinkt die Krankheit damit auf ein schwächeres Niveau herab. Sie Schulmedizin steuert meistens eine „immunsuppressive“ Therapie bei: das bedeutet, dass man das Immunsystem als ganzes ausschaltet und an der Arbeit behindert, damit jener verirrte Teil des Immunsystems seine (falsche) Arbeit auch nicht ausführen kann.

Natürlich ist das keine Heilung und kein Heilungs-Versuch. Wenn ein Patient einen Ganzheitsmediziner in einer Phase aufsucht, wo er bereits seit Jahren das Immunsystem unterdrückt hat, dann wird man keine sensationellen Resultate mehr erreich können. Aber die Krankheit abzuschwächen, das sollte schon gelingen.

Es gibt sicher auch Methoden, mit welchen man echte Heilungen erreichen kann. Ich möchte mich in diesem Rahmen immer nur zurückhaltend äußern (wenn es um Heilungsaussichten geht), weil unsere Gegner gleich mit Anwälten dahergelaufen kommen.

Ich möchte Ihnen nur soweit auf die Sprünge helfen, als Sie nach Therapiemethoden suchen müssen, die das Immunsystem ordnen. Oft sind es zugleich Krebs-Therapien, z.B. aus patienteneigenem Blut gefertigte Präparate, oder ähnliches (I.A.T.).

Es kommen auch noch andere modifizierte Eigenblut-Behandlungen, gekonnte Kräuter-Therapie, Eigenharn-Behandlungen (am ehesten in Injektionsform) in Frage. Homöopathie und Akupunktur helfen. Ernährung ohne jegliches tierische Eiweiß („Körndlkost“ nach Bruker oder Schnitzer) hat schon sehr, sehr gute Resultate erbracht.

Wenn man Heilung anstrebt, muss man es in diesen Richtungen versuchen.

Autor: Dr. Thomas Kroiss

Allergie

Laktoseintoleranz

Bei einer Laktoseintoleranz fehlt dem Körper das milchzuckerspaltenden Enzym Laktase.

Dadurch wird Milchzucker nicht aufgespalten und rutscht in tiefere Darmabschnitte, wo er durch die Darmbakterien vergärt und Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall hervorruft.

Im Gegensatz zu einer Milcheiweißallergie muss hier nicht komplett auf Milchprodukte verzichtet werden.

Viel eher sollte die gesamte tägliche Laktosemenge moderat reduziert und Lebensmittel mit Laktosespitzen vermieden werden. Laktosereich sind insbesondere Milch, Buttermilch oder Molke und deren Zubereitungen – dabei spielt die Tierart keine Rolle –, Milcheis und Milchschokolade.

Glutenunverträglichkeit

Der offizielle Buchstabencode für die Allergen Kennzeichnung sieht folgend aus:

» A Glutenhaltiges Getreide und daraus gewonnene Erzeugnisse

Gluten (Klebereiweiß), sind ein Gemisch aus verschiedenen Eiweißkomponenten, die in einer Reihe von Getreiden vorkommen:

Weizen,
Roggen,
Gerste,
Hafer,
Dinkel,
Kamut,
Emmer,
Einkorn,
Grünkern.

Für einen gesunden Darm sind Gluten ungefährlich – es wird normal verdaut.

Menschen mit Glutenunverträglichkeit – auch Zöliakie genannt – reagieren bei Verzehr von glutenhaltigen Speisen mit Entzündungen der Dünndarmschleimhaut. Sie leiden häufig unter großer Müdigkeit und Eisenmangel, manchmal auch unter Durchfällen, Blähungen bzw. Bauchschmerzen.
Wachstumsstörungen und Blässe sind bei Kindern häufig Folgeerscheinungen.

Lebensmittel in denen Gluten oder glutenhaltige Produkte vokommen können:

Brot und Gebäck, Kuchen, Nudeln, Teigwaren, Suppen, Soßen, Paniermehl, Panade, Semmelbrösel, Wurstwaren, Kartoffel-Fertiggerichte, Backerbsen, Frischkornbreie, Desserts, Schokolade

Erzeugnisse aus Getreide:

Mehl, Flocken, Gries, Kleie, Malz, Schrot, Stärke, Graupen, Bulgur, Couscous, Weizenkeimlinge, Weizenkeimöl

Eiallergie

Der offizielle Buchstabencode für die Allergen Kennzeichnung sieht folgend aus:

» C Eier von Geflügel und daraus gewonnene Erzeugnisse

Eier sind eiweißreiche Nahrungsmittel, gegen die Allergien auftreten können.

Meistens wird auf Hühnereier reagiert, wobei auch Eier anderer Tierarten Beschwerden auslösen können. Da in Eiern verschiedene Eiweiße enthalten sind, gibt es auch unterschiedliche Ei-Allergien (hitzestabile und hitzeempfindliche). Probleme verursacht meist das Eiklar, nicht der Dotter.

Kleine Mengen, wie z.B. in Nudeln, sind für manche Allergiker gut verträglich. Ist die Allergie jedoch stark ausgeprägt, kann es auch zu Auswirkungen bis hin zum anaphylaktischen Schock direkt nach dem Verzehr von Eiern bzw. eihaltigen Speisen mit Eiern kommen. In solchen Fällen müssen Eier sowie eihaltige Produkte strikt gemieden werden.



Lebensmittel in denen Eier vorkommen können:



Eierteigwaren, panierte Speisen, Mayonnaise, Palatschinken, Omelette, Kuchen, Gebäck, Brot, Nudeln, Croutons, Faschierter Braten, Burger, Produkte mit Teigmantel oder Panade, KartoffelFertigprodukte, Feinkostsalate, Pasteten, Quiches, Soßen, Dressings, Desserts (z.B. Mousse, Eis, Pudding, Cremespeisen, Meringue, Baiser, Wein, Likör, Ovomaltine, Simplesse



Achtung: bei glasierten Backwaren



Erzeugnisse aus Eiern:



Vollei, Volleipulver, Eigelb, Eiklar, Eiprotein, Flüssigei, Gefrierei, pasteurisiertes Ei, (Ovo-)Vittellin, Trockenei, E 322 = Lecithin (El), E 1105 Lysozym (Ei)

Fischallergie

Der offizielle Buchstabencode für die Allergen Kennzeichnung sieht folgend aus:

» D Fisch und daraus gewonnene Erzeugnisse (außer Fischgelatine

Allergene von Fischen sind besonders hitzestabil und können daher durch Kochen, Braten bzw. Garen etc. nicht unschädlich gemacht werden.

Die Allergie auslösende Wirkung von manchen Fischen kann besonders hoch sein.

Bereits geringe Mengen Fisch können bei einer schwerer Allergie gegen Fische zu starken Beschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock führen. Manche Allergiker müssen alle Fische sowie Schalen-, Krebs- und Weichtiere meiden.

Süßwasserfische verursachen seltener Allergien als Salzwasserfische.

Wurde bei der Geflügelzucht Fischmehl verwendet, können auch das Fleisch und die Eier von Hühnern, Gänsen, Enten, etc. bei einer Fischallergie zu Beschwerden führen. Weiters können auch beim Kochen entstehende Fischdämpfe Beschwerden auslösen.

Achtung: Kontamination z.B. durch gleiches Frittierfett vermeiden

Lebensmittel bei denen Fisch oder Fischprodukte vokommen können:

Kräcker, Soßen (z.B. Worcestersauce), Fonds, Suppen, Würzpasteten, Würste, Surimi, Sardellenwurst, Brotaufstriche, Feinkostsalate, Pasteten, Vitello tonnato

Erzeugnisse aus Fisch:

Omega3-Öl, Fischgelantine, Fischextrakt, Fischsoße, Anchovispaste

Allergie auf Krebstiere

Der offizielle Buchstabencode für die Allergen Kennzeichnung sieht folgend aus:

» B Krebstiere und daraus gewonnene Erzeugnisse

Bei einer Allergie auf Krebstiere sollte auf Meeresfrüchte wie Krebse, Garnelen, Langusten, Hummer sowie Krabben verzichtet werden.

Die allergischen Reaktionen treten meist unmittelbar nach dem Essen auf. Die Allergieauslöser in Krebstieren sind sehr „aggressiv“. Schon geringste Mengen oder das Einatmen der Kochdämpfe können bei Allergikern Beschwerden auslösen. Allergien auf Krebstiere treten bevorzugt im Erwachsenenalter auf und bleiben meist lebenslang bestehen.

Vorsicht ist geboten bei diversen asiatischen Gewürzmischungen bzw. Pasten. Hier sind oft Krebstiere enthalten.

Lebensmittel bei denen Krebstiere oder Produkte aus Krebsfleisch vorkommen können:

Feinkostsalate, Suppen, Soßen, Paella, Bouillabaisse, Sashimi, Surimi

Erzeugnisse aus Krebstieren:

Shrimps-Paste u.a. asiatische Würzpasten

Sellerieallergie

Der offizielle Buchstabencode für die Allergen Kennzeichnung sieht folgend aus:

» L Sellerie und daraus gewonnene Erzeugnisse

Vor allem im mitteleuropäischen Raum ist der Sellerie eine häufige Ursache für eine Nahrungsmittelallergie beim Erwachsenen.

Wie bei allen Nahrungsmittelallergien reichen die Symptome bei der Sellerieallergie (egal ob Knollen-, Stangen- oder Blattsellerie) von lokalen Reizerscheinungen in Mund und Rachen mit:

Jucken,
Taubheitsgefühl,
pelzigem Gefühl oder
Schwellungsgefühl,
bis hin zu schweren lebensbedrohlichen Reaktionen.

Vorsicht bei diversen Fertiggerichten, Suppenwürzen und Gewürzmischungen, denn Sellerie wird dabei häufig als Aromakomponente hinzugefügt und löst auch in gekochtem Zustand Allergien aus.

Lebensmittel in denen Sellerie vorkommen können:

Suppengrün, Gewürzbrot, Wurst, Fleischerzeugnisse, Fleischzubereitungen, Kräuterkäse, Fertiggerichte, Feinkostsalate, Brühe, Suppen, Eintopf, Soßen, Dressing, Essig, Marinaden, Gewürzmischungen, Curry, salzige Snacks (Chips)

Erzeugnisse aus Sellerie

Sellerieblatt, -samen, -saft, Selleriepulver (auch in Gewürzen/Kräutermischungen), Selleriesalz

Sojaallergie

Der offizielle Buchstabencode für die Allergen Kennzeichnung sieht folgend aus:

» F Sojabohnen und daraus gewonnene Erzeugnisse

In Sojabohnen sind verschiedene hitzeempfindliche und hitzestabile Allergene enthalten. Je nach Allergie werden verarbeitete oder gegarte Sojaprodukte vertragen, nicht jedoch bei einer Allergie auf die hitzestabilen Eiweiße in Sojabohnen.

Die Beschwerden können teils sehr heftig ausfallen. Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern treten Allergien gegen Soja auf. Auch viele Kuhmilchallergiker reagieren mit einer Allergie auf Soja. Milch aus Soja ist daher in diesem Fall keine Alternative.

Bei einer stark ausgeprägten Allergie muss besonders auf Verpackungsetiketten geachtet werden, da Soja sehr häufig in verarbeiteten Produkten enthalten ist.

Vorsicht daher bei diversen Süß- und Dessertwaren, Brot- und Backwaren, Fleisch- und Wurstwaren, Suppen, Saucen, Mayonnaisen, Ketchup, Milchersatzprodukten, Brotaufstrichen, Gewürz- und Suppenmischungen, Soja- und Worcestersauce u.v.m.

Lebensmittel in denen Soja oder Sojaprodukte vorkommen können:

Brot, Kuchen, Gebäck, Feinkostsalate, Margarine, Schokocreme, vegetarische Brotaufstriche, Müsli, Schokolade, Kekse, Kaugummi, Soßen, Dressings, Marinaden, Mayonnaise, Eis, Sportlernahrung, eiweißangereicherte Erfrischungsgetränke, Diätdrinks, Kaffeeweißer, Fertiggerichte aller Art

Erzeugnisse aus Soja:

Edamame, Kinako, Miso, Natto, Okara, Shoyu, Sojadrink, Sojaflocken, Sojamehl, Sojaöl, Sojapaste, Sojasoße, Sojasprossen, Tamari, Tempe, Tofu, TVP (Textured Vegetable Protein = Fleischersatz), E 322 Lecithin (Soja), E 426 Sojabohnen-Polyose, Yuba

Unbedenklich: raffiniertes Sojaöl, E 479b thermoxidiertes Sojaöl

Achtung: bei asiatischen und vegetarischen Gerichten

Milchallergie

Der offizielle Buchstabencode für die Allergen Kennzeichnung sieht folgend aus:

» G Milch von Säugetieren und Milcherzeugnisse (inklusive Laktose

Die Allergie gegen Milch ist von der Laktoseintoleranz zu unterscheiden: Werden bei der Intoleranz die Beschwerden durch eine bestimmte Zuckerart verursacht, sind es bei der Allergie bestimmte Eiweiße der Milch.

Bei einer Allergie auf Kasein müssen Milch und daraus hergestellte Produkte aller Tierarten gemieden werden. Das bezieht sich auf Kuh-, Schaf,- Ziegen- und Stutenmilch. Das Kasein ist hitzestabil und kann daher durch Erhitzen nicht unschädlich gemacht werden. Bei Allergie auf Kasein kann Reismilch als Ersatz für Milch verwendet werden.

Bei der Allergie auf das Molkeneiweiß sollte auf Kuhmilch und daraus hergestellte Produkte verzichtet werden. Die meisten Milchallergiker reagieren jedoch auf beide Eiweißarten der Milch allergisch. Molkeneiweiß ist hitzeempfindlich. Die allergene Wirkung kann daher durch Hitzebehandlungen herabgesetzt werden. Bei einer leichten Allergie werden daher Produkte wie fettreicher Käse, Topfen oder ultrahocherhitze Milch möglicherweise vertragen.

Die Beschwerden bei einer Allergie auf Milch können unmittelbar nach dem Verzehr oder mit Verzögerung auftreten. Sie können sich an Mund, Rachen, Nase, Atemwegen, Haut und Augen zeigen.

Milcheiweiß kann sich in folgenden Lebensmitteln verstecken:

Milchbrot, Kuchen und Torten,
Backmischungen,
Paniermehlen,
Eis,
Kartoffelpüree bzw. -pulver,
Ketchup, Senf, Mayonnaisen sowie
Fertiggerichten und Saucen.

Lebensmittel in denen Milch oder Milchprodukte enthalten sein können:

Brot, Kuchen, Gebäck, Brüh-, Koch-, Roh-, Bratwurst, Feinkostsalate, Margarine, Nussnougatcreme, Müsli, Schokolade, Karamell, Aufläufe, Gratin, Kartoffelpüree, Kroketten, Pommes Frites, Chips, Suppen, Soßen, Dressing, Marinaden, Desserts, Kakao, Wein, Molken-/ Frucht-/ Instantdrink, Trinkschokolade, Simplesse

Erzeugnisse aus Milch:

Butter, Buttermilch, Butterschmalz (Ghee, NiterKibbeh), Creme fraiche, Dickmilch, Joghurt, Kasein(ate), Käse, Laktalbumin, Laktoglobulin, Laktose, Magermilch, Milcheiweiß, Milchpulver, Milchzucker, Molken(protein), Quark, (saure) Sahne, Sauermilch, Schmalz

Unbedenklich: Milchsäure, Lacitit, Laktat

Nussallergie

Der offizielle Buchstabencode für die Allergen Kennzeichnung sieht folgend aus:

» H Schalenfrüchte und daraus gewonnene Erzeugnisse

Nüsse (Schalenfrüchte) und Erdnüsse (Hülsenfrüchte) enthalten Substanzen, die allergieauslösende Wirkung haben und zu teils sehr heftigen allergischen Symptomen führen.

Die allergieauslösende Wirkung von Nüssen ist sehr hoch. Die Beschwerden können unmittelbar nach dem Verzehr oder verzögert auftreten. Bei einer stark ausgeprägten Allergie kann bereits das Berühren oder Einatmen von Nussstaub eine allergische Reaktion auslösen.

Leichte Symptome äußern sich im Mund- und Rachenbereich, z.B. in Form von Gaumenjucken oder Kribbeln auf der Zunge. Bei einer starken Allergie kann es sogar zu Atemnot bis Erstickung und Kreislaufkollaps kommen.

Je nach Schwere der Nussallergie muss die allergieauslösende Sorte gemieden bzw. strikt eliminiert werden. Dies ist nicht immer einfach! Auch wenn Nüsse nicht als Zutat angegeben sind oder das Produkt nicht direkt mit Nüssen in Verbindung steht, können sie „versteckt“ vorkommen:
z.B. durch Verwendung gleicher Werkzeuge für die Zubereitung verschiedener Speisen (Schneidbrett, Messer, ...)

Lebensmittel in denen Nüsse (Schalenfrüchte) oder Nussprodukte vorkommen können:

Brot, Kuchen, Gebäck, Brühwürste (Pistazien), Rohwürste (Walnüsse), Pasteten, Feinkostsalate (Waldorf), Joghurt, Käse, Nuss-/Nougatcreme, vegetarische Aufstriche, Müsli, Schokolade, Marzipan, Müsliriegel, Kekse, Dressings, Curry, Pesto, Desserts, Likör, aromatisierter Kaffee

Erzeugnisse aus Nüssen

Gemahlene, gehobelte etc. Nüsse, Nusspasten, Nusscremes, geröstete Nüsse, Nussöle

Selten allergieauslösend und derzeit nicht deklarationspflichtig: Muskatnuss, Kokosnuss, Pinienkerne

Erdnussallergie

Der offizielle Buchstabencode für die Allergen Kennzeichnung sieht folgend aus:

» E Erdnüsse und daraus gewonnene Erzeugnisse

Erdnüsse gehören zu den Nahrungsmittelallergenen, die am häufigsten schwere schockähnliche Reaktionen auslösen, welche unbehandelt zum Tod führen können.

Erdnüsse dienen als Geschmacksträger und vergrößern das Volumen und die Konsistenz vieler Lebensmittel.

Erdnüsse werden einerseits geröstet und gesalzen konsumiert, sind aber auch in zahlreichen verarbeiteten Lebensmitteln als Bestandteil oder Verunreinigung enthalten. Auch ein einfacher Hautkontakt kann bereits einen Ausschlag verursachen und durch Erdnussstaub verunreinigte Luft kann ebenfalls eine allergische Reaktion auslösen.

Erdnüsse und Erdnusshaltige Lebensmittel sollen strikte gemieden werden. In der Praxis ist dies allerdings nicht einfach, so dass es häufig zu einer versehentlichen Einnahme kommt. Erdnüsse werden als Zutaten in den unterschiedlichsten Lebensmitten verarbeitet - vor allem in Naschwaren - und können beispielsweise durch gemeinsam genutzte Produktionsanlagen in Lebensmittel gelangen, die eigentlich erdnussfrei hergestellt werden.

Die Patienten sollen für den Notfall jederzeit ein Allergie-Notfallset mit einer Adrenalin-Fertigspritze und Antihistaminika bei sich tragen.

Folgende Lebensmittel sollten Sie meiden:

Erdnüsse
Erdnussöl
Erdnussbutter
Margarine
Salami, Leberwurst, Würstchen.
gemischte Salate
Dessert - Crème, Käse mit Nüssen, Joghurt mit Müsli, Milchprodukte mit Cerealien
Süßigkeiten und Lebensmittel, in denen " pflanzliches Öl" oder " Fette" enthalten ist, wie bei Chips beispielsweise.
Vollkornbrot
Frühstücksflocken, Plundergebäck, Kekse, Kuchen, Salzgebäck
Müsliriegel
Konditorenwaren, gefüllte Schokoladen, Pralinen, Eiscremes, Nougat, Blätterteig, Müsliriegel, Schokoriegel...
Nüsse und Rosinen und Kartoffeln, da diese Kreuzallergien hervorrufen können
Suppen
trockene Kekse
Cracker
Hamburger
Fertiggerichte
Deko für Eis mit Haselnusspulver
Mandeln und Marzipan, manche Aromen

Vermeiden Sie Präparate, die "pflanzliches Öl" (ohne genauere Bezeichnung ob es sich um Erdnussöl, Olivenöl oder Sonnenblumenöl handelt) enthalten.

Lebensmittel in denen Erdnüsse oder Erzeugnisse aus Erdnüssen vorkommen können:

Margarine, Brot, Kuchen, Gebäck, Schokocreme, vegetarische Brotaufstriche, Cerealien, Müsli, Frühstücksflocken, Schokolade, Feinkostsalate, Marinaden, Satésauße, Eis, aromatisierter Kaffee, Likör, in Erdnussöl frittierten Speisen (Pommes Frites)

Erzeugnisse aus Erdnüssen: Erdnüsse geröstet, Erdnussöl, Erdnussbutter, Erdnussflocken, Erdnussmehl

ACHTUNG: Kontaminationsgefahr bei kalt gepressten Ölen, bei Verwendung von gleichem Frittierfett, bei asiatischen und vegetarischen Gerichten

Senfallergie

Der offizielle Buchstabencode für die Allergen Kennzeichnung sieht folgend aus:

» M Senf und daraus gewonnene Erzeugnisse

Senf ist ein Gewürz, das aus den Samenkörnern des weißen, braunen und des schwarzen Senfs hergestellt wird. Gebräuchlich ist es als Senfkörner, Senfpulver (gemahlene Samen) und vor allem zu einer Würzpaste verarbeitet als Tafelsenf oder Mostrich. Erst durch das Schroten oder Mahlen der Samen und Kontakt mit Flüssigkeit wird das ebenfalls im Senfsamen enthaltene Enzym Myrosinase aktiv und verwandelt die Glykoside in Traubenzucker, Schwefelsäure und scharfe, tränenreizende Isothiocyanate (die häufig ebenfalls wie das fette Senföl auch ätherisches „Senföl“ genannt werden).

Senfsamen enthalten neben dem nussig-mildem Senföl und Eiweiß die Glykoside Sinalbin bzw. Sinigrin, die für den scharfen Geschmack und damit auch für die appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung verantwortlich sind.

Senfkörner

Ganze Senfkörner des weißen und des schwarzen Senfs werden zum Kochen, Braten und Marinieren verwendet. Die mild-nussig schmeckenden Körner entfalten dabei erst während des Garens bzw. Einlegens nach und nach ihr scharfes Aroma. Senfkörner des weißen Senfs werden beispielsweise zum Einlegen von Gurken und Mixed Pickles sowie zur Wurstherstellung verwendet.

Senfpulver

Senfpulver oder Senfmehl besteht aus gemahlenen, Senfkörnern. Besonders verbreitet ist es in der englischen Küche oder als Bestandteil von Currypulver und Wasabipaste.

Als vestecktes Nahrungsmittelallergen kann Senf eine anaphylaktische Reaktion auslösen.
Das Senf-Allergen ist unempfindlich gegen Hitze und wird beim Kochen nicht zerstört. Daher müssen Allergiker Senf, Senfsamen und sämtliche senfhaltige Produkte konsequent meiden. Das ist nicht einfach. In Mitteleuropa wird Senf nicht nur als Tafelsenf zum Würzen verwendet, sondern findet sich ebenso in Fertigprodukten. Spuren von Senf können in Aufstrichen, Burgern, Marinaden, sauer eingelegtem Gemüse, Curry, Würzmischungen, -soßen und -pasten enthalten sein.

Lebensmittel in denen Senf oder Produkte aus Senf vorkommen können:

Fleischerzeugnisse, Fleischzubereitungen, Fertiggerichte, Feinkostsalate, Suppen, Soßen, Dressing, Mayonnaise, Ketchup, eingelegtes Gemüse und Gewürzmischungen, Käse, Essiggurken

Erzeugnisse aus Senf: Senfkörner, Senfpulver, Senf, Senföl, Senfsprossen

Allergie gegen Sulfite und Schwefeldioxid

Der offizielle Buchstabencode für die Allergen Kennzeichnung sieht folgend aus:

» O Schwefeldioxid und Sulfite

Schwefeldioxid und die Salze der schwefligen Säure, welche als Sulfite bezeichnet werden, sind für zahlreiche Lebensmittel als Zusatzstoffe zugelassen. Wegen der wachstumshemmenden Wirkung gegenüber Hefen, Pilzen und Bakterien erfolgt die Anwendung dieser Stoffe als Konservierungsmittel.

Auch können durch die Anwendung normal vorkommende Bräunungsprozesse bei bestimmten Obst- und Gemüseerzeugnissen verhindert werden. Dadurch bleibt zum Beispiel bei „geschwefelten“ getrockneten Aprikosen die kräftig orange Farbe erhalten, „ungeschwefelte“ getrocknete Aprikosen sind demgegenüber braun bis schwarz gefärbt.

Bei einigen Menschen kann der Verzehr von Schwefeldioxid- oder sulfithaltigen Lebensmitteln jedoch zu schweren Unverträglichkeiten, z. B. asthmatischen Reaktionen, führen.

Für die Verwendung in bestimmten Lebensmitteln sind Schwefeldioxid (E 220) sowie die Schwefeldioxid-haltigen Salze (Sulfite) Natriumsulfit E 221, Natriumhydrogensulfit E 222, Natriummetabisulfit E 223, Kaliummetabisulfit E 224, Kalziumsulfit E 226, Kalziumbisulfit E 227 und Kaliumbisulfit E 228 zugelassen.

Lebensmittel in denen Sulfite oder Schwefeldioxid vorkommen können:

Fruchtzubereitungen, Müsli, Brot, Fleischerzeugnisse und –zubereitungen, Feinkostsalate, Suppen, Soßen, Sauerkraut, Fruchtsaft, Chips und andere getrocknete Kartoffelerzeugnisse, gesalzener Trockenfisch

Erzeugnisse aus Sulfite und Schwefeldioxid:

Mit Schwefel behandeltes Trockenobst, getrocknete Gemüse, Pilze, Tomantenpüree, Kartoffelprodukte, Wein, Bier

Kreuzallergie

Sogenannte Kreuzallergien sollten nicht verharmlost werden.

Von einer Kreuzallergie spricht man, wenn aufgrund einer bestehenden Allergie auch eine Nahrungsmittelallergie bzw. Nahrungsmittelunverträglichkeit auftritt.

Die Testung der Allergie bzw. Unverträglichkeit kann z.B. mit dem sog. Prick Test erfolgen.

Viele Allergiker erleben Kreuzreaktionen nur vorübergehend. Wenn das Immunsystem anderen Belastungen wie Infekten oder Stress ausgesetzt ist, kommen Überreaktionen häufiger vor.

Auflistung möglicher Kreuzreaktionen:
(Hauptallergie --> Kreuzallergien)

Beifuß
--> Anis, Curry, Kamille, Karotte, Sellerie, Apfel, Birne, Dill, Erbse, Erdnuss, Fenchelsamen, Haselnuss, Kiwi, Koriander, Kümmel, Mango, Paprika-Gewürz, Pfeffer, Pfirsich, Tomate, Wermut

Haselpollen
--> Apfel, Birne, Kirsche, Pfirsich und Pflaume

Birkenpollen
--> Apfel, Birne, Curry, Karotte, Kastanie, Kiwi, Sellerie, Tomate, Anis, Banane, Fenchelsamen, Haselnuss, Kamille, Kartoffel, Kirsche, Koriander, Kümmel, Mango, Orange, Paprikagewürz, Petersilie, Pfeffer, Pfirsich, Raps, Sojabohne

Apfel
--> Tomate, Pfirsich, Birne, Kartoffel, Sellerie, Kirsche

Erdnuss
--> Erbse, Linse, Pfirsich, Soja, Tomate, Beifuß, Latex

Haselnuss
--> Haselpollen, Kiwi, Mohnsamen, Pfirsich, Roggenmehl, Sesam, Birke, Beifuß, Pfirsich, Walnuss

Sellerie
--> Karotte, Gurke, Melone, Beifuß, Curry, Birke, Fenchelsamen, Koriander, Kümmel, Mango, Paprikagewürz, Pfeffer, Tomate, Latex, Apfel

Sojabohne
--> Erdnuss, Mais, Schwein (wenn mit Soja gemästet), Birke

Getreidepollen
--> Dinkel, Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis, Weizen, Getreidemehl

Hausstaubmilben
--> Krebse, Krabben, Shrimps, Scampi, Garnelen, Langusten, Hummer, rote Mückenlarve (im Fischfutter), Schnecken, Muscheln (z. B. Auster), Kakerlaken

Latex (in Luftballons, Gummi-Handschuhen, Taucheranzügen, Klebeseiten von Pflastern, Kondomen, …)
--> Beifuß, Bananen, Avocados, Papaya, Kiwi, Maroni/Kastanie, Feige, rohe Kartoffeln, Passionsfrucht, Sellerie, Tomate, Pfirsich, Buchweizenmehl, Paprika, Mango, Acerola, Birkenfeige

Bei Verdacht auf eine Allergie oder Unverträglichkeit sprechen Sie Ihren Hausarzt an. Dieser kann Sie für einen Allergietest an ein Allergieambulatorium überweisen.