Gefäßerkrankungen Symptome und Beschreibung - AERZTE-AUSTRIA.at 


Gef����erkrankungen - Überbegriff

Gefäßerkrankungen - Überbegriff

Gefäßerkrankungen werden im allgemeinen in Erkrankungen der Arterien, Venen und der Lymphsysteme unterschieden.

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind Krampfadern im Anus-Bereich. Dieses Venengeflecht dehnt sich aus, wenn im Bauchraum irgendwie ein Überdruck entsteht.

Sollte eine schwere Krankheit, (z.B. Leberzirrhose, Krebs, o.ä.) dahinterstecken, so wird dies an anderer Stelle behandelt. Aber die üblichen Hämorrhoiden sind einfach Krampfadern an besonderer Stelle. Meistens genügt es, Salben zu schmieren, sodass die Beschwerden für´s erste verschwinden. Dabei ist es nicht einmal so wichtig, was in den Salben enthalten ist, denn der springende Punkt ist es, dass nach der Stuhl-Entlehrung nichts Rauhes zurückbleibt, das reizen oder entzünden kann. So wird man a) gut reinigen, b) danach Salbe auftragen und bis nach innen schmieren. Hämorrhoidalsalbe ohne Kortison.

Ganzheitsmedizinisch wird es oft notwendig sein, den Druck im Bauch zu behandeln, indem man die Ernährung korrigiert, natürlich eine Verstopfung bereinigt, auch die Verhältnisse im Darm durch Bakterienzüchtung verbessert, oder eine kleine Fastenkur einfügt; - Dinge in dieser Art.

In schweren Fällen wird einem eine Operation der Hämorrhoiden nicht erspart bleiben.

Autor: Dr. Thomas Kroiss

Arterielle Verschlusskrankheit

Betroffene haben meist so starke Schmerzen in den Beinen, dass sie nur eine kurze Wegstrecke zurücklegen können, ohne immer wieder innehalten zu müssen. Manchmal versuchen sie, die Beschwerden vor anderen zu kaschieren, indem sie vor einem Schaufenster stehenbleiben, bis der Schmerz vorüber ist.

Blutgerinnsel

Blutgerinnsel können Blutgefäße verstopfen (verschließen). Am häufigsten sind die tiefen Bein- und Beckenvenen davon betroffen.

Durchblutungsstörungen

Eine Durchblutungsstörung kann entweder plötzlich auftreten oder auch sehr langsam verlaufen. Dabei können zahlreiche Stellen im menschlichen Körper betroffen sein: Besonders häufig sind Durchblutungsstörungen der Arme oder Beine. Aber auch Durchblutungsstörungen im Gehirn, Darm, Herzmuskel oder anderen Organen sind möglich. Unter echten Durchblutungsstörungen versteht man den Umstand, dass durch die Blutgefässe, die das Blut vom Herzen nach außen tragen, das Blut nur schwer durchkommt. Die Folge ist, dass das Gewebe nicht versorgt wird.

Die Ursachen sind vielfältig.

a) Als erstes gilt alles, was unter dem Begriff „Arteriosklerose, Adernverkalkung“ beschrieben ist.

b) Ferner können sich Blutgefässe auch sozusagen „nervlich“ verkrampfen. Auch die Blutgefässe werden von einem Nervengeflecht umgeben, und ähnlich dem Zustand, dass man einen erhöhten Blutdruck dadurch bekommen kann, dass sich das ganze Gefäßsystem anspannt, kann sich auch nur ein umschriebener Bezirk des Gefäßsytems anspannen und zu einer teilweisen Durchblutungsstörung führen. In diese Kategorie fällt auch eine Krankheit, die man „Morbus (=Krankheit) Raynaud“ nennt: manche Leute bekommen selbst bei warmen Temperaturen kalte, weiße, durchblutungsgestörte Finger.

c) ganz ähnliche Mechanismen können dadurch hervorgerufen werden, dass sich in der Nähe der Durchblutungsstörungen ein kleiner Krankheitsherd befindet. Es kann auch eine Narbe sein, eine nicht ganz ausgeheilte Wunde, ein Zahnherd oder ähnliches. Als (lokale) Reaktion gibt es dann in der Nähe eine Gefäßverkrampfung und somit eine Durchblutungsstörung. Man muss natürlich jene Ursache aufspüren und in Ordnung bringen. Dazu hilft meist Neuraltherapie, Akupunktur, - oder eben jene Maßnahme, die den Herd entfernt (z.B. Zahn-Ziehen).

d) Gefäßverkrampfungen können auch aufgrund von Unverträglichkeiten und Allergien entstehen. Zum Beispiel: recht viele Migränepatienten haben deswegen Migräne, weil sie Milch und Milchprodukte nicht gut vertragen und eine unterschwellige Allergie darauf haben. Die „Abwehr-Reaktion“ auf die Milchprodukte spielen sich dann in den Blutgefässen ab, sodass es zu Durchblutungsstörungen in Gehirnabschnitten kommen kann.

e) Blutdrucksenkende Medikamente haben oft zur Folge, dass jetzt zwar der Druck niedrig ist, und man sich darüber freut, dass aber jetzt dieser neue, gesenkte Druck nicht mehr ausreicht, um die Organe zu versorgen. Meist hilft eine „Basis-Regeneration“, um die Durchblutung überhaupt zu verbessern, bis hin zu dem Umstand, dass man dann gar keine blutdrucksenkenden Mittel mehr braucht.

f) Auch eine Anschoppung des Bindegewebes kann zu Durchblutungsstörungen führen, indem das Gewebe anschwillt und so der Durchfluss mit Nährstoffen sowie der Abfluss von Schlackenstoffen erschwert wird. Dies ist recht häufig der Fall, weil Ernährungsfehler und mangelnde Bewegung dazu führen. Die Handhabe sind natürlich: Korrektur der Fehler und eine „Basis-Regeneration“ (spornt Selbstheilungsmaßnahmen an). Auch eine Lymphdrainage hilft.

Autor: Dr. Thomas Kroiss

Embolie

Bei einer Embolie verschließt ein mit dem Blutstrom verschleppter Propfen plötzlich ein Blutgefäß. Ein solcher Pfropfen heißt fachlich Embolus – meist handelt es sich dabei um Teile eines Blutgerinnsels, selten um Teile eines Tumors, um Fruchtwasser oder Luft. Betrifft die Embolie ein Lungengefäß, spricht man von einer Lungenembolie.

Schlaganfall

Zu einem Schlaganfall kommt es, wenn ein Teil des Gehirns plötzlich keinen Sauerstoff mehr erhält. Es handelt sich um einen Notfall, der umgehend von einem Arzt behandelt werden sollte.

Venenentzündung

Krampfadern